Was kostet ein Batteriespeicher wirklich?

Und wann lohnt er sich? Wir klären auf.

Was kostet ein Batteriespeicher wirklich? Diese Frage hören wir aktuell sehr häufig. Und fast immer steckt dahinter mehr als nur das Interesse an dem Kaufpreis. Es geht, neben der Summe für die eigentliche Speicherlösung, auch um zusätzliche Kosten und die grundsätzliche Unsicherheit, ob sich eine solche Investition überhaupt lohnt. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Phasen wie heute sollten Investitionen besonders sorgfältig geprüft werden.

 

Die kurze Antwort lautet: Ein Batteriespeicher lohnt sich. Die entscheidendere Frage ist jedoch, wann und unter welchen Voraussetzungen wird er wirtschaftlich?

 

Batteriespeicher sind mehr als nur Hardware

Ein Batteriespeicher ist kein klassisches Produkt, das einmal angeschafft und anschließend in Betrieb genommen wird. Er ist Teil eines Energiesystems, das aktiv in den Energiefluss eines Unternehmens eingreift. Die wirtschaftliche Wirkung entsteht erst, wenn die einzelnen Komponenten miteinander in ein Gesamtsystem verbunden werden. So kann ein Speicher sein volles Potential entfalten.

Ein entscheidender Faktor: der richtige Einsatz

Durch diese Steuerung kann überschüssiger Strom aus eigener Erzeugung, beispielsweise aus einer Photovoltaikanlage, zwischengespeichert und dann genutzt werden, wenn er im Betrieb tatsächlich gebraucht wird. Gleichzeitig lassen sich Lastspitzen im Strombezug aktiv abfangen. Kurzzeitig hohe Leistungsanforderungen werden geglättet, bevor sie vollständig aus dem Netz gedeckt werden müssen. Dadurch wird das Energiesystem stabiler und gleichmäßiger betrieben.

Ein weiterer Hebel liegt in der Nutzung von Preisunterschieden am Energiemarkt. Strom kann zu Zeiten mit niedrigen Preisen gespeichert und dann eingesetzt oder ins Netz eingespeist werden, wenn er teurer ist. In bestimmten Fällen entstehen daraus auch direkte Erlösmöglichkeiten – etwa durch die Vermarktung von Energie am Spotmarkt.

Die Rolle des Energiemanagementsystems

Damit diese Optimierungen zuverlässig funktionieren, ist eine übergeordnete Steuerung notwendig. Diese Aufgabe übernimmt das Energiemanagementsystem (EMS). Es verknüpft Verbrauch, Erzeugung, Energiepreise und Prognosen miteinander und entscheidet auf dieser Basis, wann der Speicher lädt, entlädt oder bewusst nicht genutzt wird.

Erst durch diese koordinierte Steuerung wird aus einzelnen Funktionen ein ganzheitliches System, das wirtschaftlich arbeiten kann. Ohne diese Abstimmung würde ein Großteil des Potenzials ungenutzt bleiben.

Energiemanagementsystem

Warum die Kombination entscheidend ist

In der Praxis gibt es unterschiedliche Anwendungsfälle wie beispielsweise die bereits angesprochene Eigenverbrauchsoptimierung, Lastspitzenkappung oder die Nutzung von Strompreisen.
Diese Anwendungen können grundsätzlich auch einzeln umgesetzt werden, entfalten jedoch erst ihr volles Potential, wenn sie sinnvoll miteinander kombiniert werden.
Der wirtschaftliche Effekt wird so maximiert, was eine Investition in einen Batteriespeicher noch attraktiver macht.

Fazit: Wirtschaftlichkeit entsteht im System

Die Anschaffung eines Batteriespeichers lohnt sich. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie schnell sich die Investition amortisiert. Wie wirtschaftlich ein Speicher arbeitet, entscheidet sich im Zusammenspiel von Stromerzeugung, Speicherung und Stromverbrauch. Je besser die einzelnen Elemente aufeinander abgestimmt sind, desto größer ist der Nutzen. Lösungen, die mehrere Anwendungsfälle gleichzeitig berücksichtigen, erreichen daher in der Regel eine höhere Wirtschaftlichkeit als solche, die nur auf einen einzelnen Effekt abzielen.

 

Wirtschaftlichkeit entsteht durch den richtigen Einsatz. Wer seine Energieflüsse versteht und diese mithilfe eines EMS gezielt steuert, schafft die Grundlage dafür, dass sich die Investition langfristig rechnet.

 

 

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