Energie, die den ÖPNV bewegt
Wie Haslach und Berchtold ihren Busbetrieb mit smarter Energie neu denken
Generalunternehmer: Allgäuer Überlandwerk GmbH
Endkunden: Haslach Bus GmbH, Berchtold´s Autoreisen und Reisebüro GmbH & Co. KG
Standort: Kempten (BY)
Branche: Personenbeförderung
Batteriespeichergröße: 2133 kWh (2 x 40 ft. Container)
Sonstige Produkte: EMS
Inbetriebnahme: 2023
Eigenverbrauchsoptimierung
Ladesäulensteuerung zur Lastspitzenkappung
Spotmarkt
Die beiden traditionsreichen Kemptener Busunternehmen Haslach und Berchtold stehen vor einem deutlichen Wandel: Der Ausbau ihrer Elektrobus-Flotten erhöht den täglichen Energiebedarf spürbar.
Gleichzeitig sollten PV-Erzeugung, BHKW-Wärme-Kraft-Kopplung und eine zunehmend komplexere Ladeinfrastruktur sinnvoll miteinander verknüpft werden. Ziel war ein System, das wirtschaftliches Laden, verlässliche Fahrbereitschaft und intelligente Lastverteilung gewährleistet – und damit die Grundlage für einen modernen, klimafreundlichen ÖPNV schafft.
Unter der Gesamtkoordination des AÜW entstand eine integrierte, zukunftsfähige Energiearchitektur, die die Anforderungen beider Betriebe exakt adressiert. Herzstück an beiden Standorten sind jeweils 552 kW / 2.133 kWh Batteriespeicher-Container, die Lastspitzen abfangen, Netzentgelte optimieren und zuverlässig Ladeleistung bereitstellen. Darüber hinaus ermöglichen die Systeme eine deutliche Optimierung des Eigenverbrauchs.
Haslach verfügt über eine umfassende Ladeinfrastruktur inkl. PV-Überdachung und öffentlichen Schnellladern, während Berchtold eine PV-Anlage auf dem Busdepot sowie an der Fassade installiert – beide eingebettet in eine identische Systemlogik, die maximale Betriebsstabilität ermöglicht.
Den ersten entscheidenden Schritt leistet power2move: Mit Simulationen auf Basis echter Fahrpläne, Buszyklen, Erzeugungsprognosen und Wirtschaftlichkeitsanalysen entsteht die optimale Auslegung von Speicher, Leistung und Ladeinfrastruktur. Die strategische Beratung bildet das Fundament für ein technisch wie wirtschaftlich schlüssiges Gesamtkonzept.
Als Generalunternehmer übernimmt AÜW die Genehmigungs- und Gesamtplanung und schafft die technische Basis für das Projekt: von der Installation der PV Anlagen an Dach und Fassade über den Aufbau und die Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur bis hin zur Lieferung der Trafostation sowie allen Elektroinstallations- und Tiefbauarbeiten.
Darauf aufbauend bringt Allgäu Batterie die energiewirtschaftliche Intelligenz ins System: Die Installation und Inbetriebnahme der Batteriespeicher und die Vernetzung von Ladesäulen, PV und BHKW mit dem Energiemanagementsystem. Außerdem wird eine Schnittstelle geschaffen, welche das EMS mit der Dispositionssoftware verknüpft – damit automatisierte Ladeplanung und eine effiziente Vorkonditionierung möglich werden.
So entsteht ein vernetztes Energiesystem, das die täglichen Anforderungen des ÖPNV aktiv mitdenkt: Ladezeiten orientieren sich am Betrieb, Lastspitzen werden reduziert, erneuerbare Energie wird effizient genutzt und die Wirtschaftlichkeit steigt spürbar.
Haslach und Berchtold zeigen damit, wie regionale Unternehmen gemeinsam die Mobilität der Zukunft gestalten – flexibel, wirtschaftlich und bereit für die nächsten Schritte der Elektrifizierung.
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